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Spieletagebuch – The Division, die ersten Stunden

Los geht’s also, mit dem nächsten großen Ding. Da The Division auf freundschaftliche Unterstützung anderer Spieler setzt, meine XBL-Freundesliste mit Abstand am bevölkersten ist und via dem russischen Xbox Store auch nicht viel teurer war als die PC Version, spiele ich auf der One. Die erste Ernüchterung gleich beim Character Creator. Ich hatte da nun wirklich kein stundenlanges Vergnügen wie bei Dragon Age Inquisition erwartet, aber mit einer Handvoll weiblicher und männlicher Gesichter, die lediglich in Hauttönen, ohnehin kaum wahrnehmbaren Augenfarben und ganz wenigen Haarvariationen abänderbar waren, werden sich die Abermillionen von Spielern allesamt sehr ähnlich sehen. Für ein Spiel, das sich groß und fett „RPG!“ auf die Fahnen schreibt, war das schon sehr enttäuschend. Um wenigstens ein ganz klein wenig vom Mainstream abzuweichen, kommt zunächst eine Agentin zum Zug.

Einen recht deutlichen Unterschied zur Beta machte ich bei den Missionen aus, die bereits vor zwei Wochen spielbar waren: „Hacke, ist das schwer !“. Das, was ich zuvor als „problemlos als einsamer Wolf lösbar“ beschrieb, trieb mich teilweise an den Rand der Verzweiflung. Ein, zwei Treffer und meine Madame Agent war dem Tod näher, als mir und ihr lieb war. Das letzte Gefecht bei der Befreiung des Ingenieurs war fast unmöglich, der Endboss wollte kein Jota seiner health bar abgeben. Ich bin vermutlich den halben Level wieder zurück gelaufen, bis er nicht mehr nach kam (vermutlich ein Checkpoint) und konnte ihn dann mit Moskitostichen zur Strecke bringen. Es sieht mir so aus, als sei Hilfe zumindest bei den Hauptmissionen mehr oder minder unumgänglich.

Dies dann hoffentlich ab morgen mit mehr Erfolg und besseren Begleitern, denn das Online-Erlebnis des Spiels war heute noch ein wenig getrübt. Die erste richtige Mission des Spiels wollte ich in einer Gruppe angehen, statt dessen fand sich eine unschöne Fehlermeldung auf dem Bildschirm wieder. Ein zweiter Versuch war erfolgreicher, das Spiel aber recht hektisch. Die Gesellschaft beliebte durch die Mission zu rennen, da blieb nicht viel Zeit, um links und rechts nach Kisten mit Beute zu suchen. Schade.