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Wenn du nebenbei, schnellschnell und im Kopf versuchst, die Rechnung „Gesamtkosten – Retoure – ePoints + Versandkosten“ deiner letzten Bestellung bei Esprit zu lösen, und Tage später eine Mail kommt, die dich bittet, auch die fehlenden 0,09€ noch zu überweisen.

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Es gibt so Tage…

Der Wagen muss zum TÜV, musste es eigentlich bereits vor Monaten, aber die Erinnerung daran war im letzten Jahr versandet. Mea culpa und so.  Um ein wenig über diesen Lapsus hinwegzuglänzen, stand eine kurze Fahrt durch die Waschstraße an. Dort strahlte ein neues Programm auf dem Menu, mit Polymer-irgendwas, besonderer Schutz gegen Streusalz angeblich. Klingt gut, nehmen wir mal. Gefühlte 30 Sekunden nach Verlassen der Wäscherei blinkt die Kontrollleuchte für den Dieselpartikelfilter im Display auf, mit der dringenden Bitte, das Boardbuch zu konsultieren. In der Vermutung, dass damit das Handbuch gemeint ist, blättere ich zuhause zu den entsprechenden Seiten, die im Index zu dem Thema aufgeführt sind. Das Ergebnis ist widersprüchlich betreffend der Anwendungshinweise. Möglichkeit 1: Ruß hat sich festgsetzt, einfach weiterfahren. Möglichkeit 2: Unterbodenschutz hat etwas verklebt, erhöhte Brandgefahr, nicht weiterfahren. „Ja watt denn nu ?“ Vielleicht weiß ein Fachmann Rat, also nochmal kurz ins Auto Richtung nächster Werkstatt, hoffend, dass mir die Kiste nicht unter dem Hintern wegfackelt. Kurz vor Erreichen des Ziels: Ein Blitz. Innerorts. Ein Blick auf das Display zeigt 47 km/h an, der langsame Wagen vor mir hätte auch nicht mehr zugelassen. „Was ist das eigentlich für ein bescheuerter Film, in den ich hier geraten bin?“. Auf das Ticket bin ich extremst gespannt.

Rat des Werkstattheinis war „Fahren’se weiter“. Hat er Recht mit gehabt, die Lampe ging nach 5 Minuten auf der Autobahn wieder aus. Der TÜV kann kommen, den Polymerkrempel nehme ich vorsichtshalber trotzdem von der Karte. Ist ja auch bald Frühling, ganz ohne Streusalz.

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Wo ist denn hier das Eigentliche ?

…zugegeben, ich arbeite nicht in einem Logistikunternehmen. Trotzdem empfinde ich die Größe der Verpackung und die Menge des Füllmaterials für den versandten Artikel etwas arg großzügig gewählt.

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Mut zur Farbe (ein wenig)

Ein wenig Farbe für meinen Wohnbereich. In den letzten beiden Wochen hatte ich bereits die Seitenwände des Raums mit Alpinas Feiner Farbe namens „Ruhe des Nordens“ angepinselt und war sowohl vom Arbeitsvorgang (deckte sehr gut, tropfte wirklich überhaupt nicht und war innerhalb weniger Stunden trocken) als auch vom Endergebnis sehr begeistert. Es blieb Wand No. 3, meine „Reflektorwand“. Sie wirft alles Licht, welches sich aus Richtung Ost-Nord-Ost durch das gegenüber liegende, vier Meter breite Fenster in den Raum verirrt, zurück in selbigen. Im Winter ist es nicht besonders viel Licht, im Sommer ist es indirektes, sehr unschönes Licht. Folglich sollte die Wand nicht allzu dunkel sein, um möglichst wenig Strahlen zu verschlucken. Den gestrigen Abend verbrachte ich damit, die beiden Farbkärtchen mit den Namen „Zeit der Eisblumen“ (sehr helles Grau) und „Poesie der Stille“ (etwas dunkleres, wärmeres Grau), mit Tesa an der Wand klebend, zu betrachten und zu keiner Entscheidung zu kommen. Heller ist besser, wärmer aber auch.

Die Entscheidung wurde mir heute morgen im örtlichen Baumarkt, der wundersamer Weise die Feinen Farben Alpinas nicht nur im Sortiment hat, sondern (völlig untypisch) auch zum Listenpreis anbietet, abgenommen. Kein Eimerchen mit der stillen Poesie vorhanden, also wurden es die Eisblumen. Beim Malern wirkte die Farbe zunächst sehr viel dunkler als erwartet, sie trocknete aber schnell zu einem fast weißen Grau ab. Lediglich ein Blick zur Kante, welche die Wand mit der weißen Decke teilt, zeigt einen deutlichen Grauschleier. Sieht gut aus!

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Wussten Sie schon…?

Ich würde mir ja wünschen, dass die Call Center Agents meines Kreditkarteninstituts bei ihrem regelmäßigen Anruf, um mir die Teilzahlung aufzuquatschen, gleich mit der Tür ins Haus fallen würden und nicht erst 5 Minuten vorher unser beider Zeit mit überflüssigem „Wussten Sie schon…?“ verplämpern würden.

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Es ward Licht

Es ist schon einmal per se keine große Freude, die Leuchten in unserer Dunstabzugshaube zu wechseln. Die Fächer für die Leuchten befinden sich ganz hinten, an der Wand. Folglich muss man sich in den Raum zwischen Herd und Haube quetschen, selbiges natürlich, da einem die Augen nicht aus dem Hinterkopf starren, rücklings verdreht, nach oben schauend. Man muss ja schließlich Schrauben drehen. Voraussetzung, um diese Disziplin einigermaßen unverletzt zu überstehen, scheint mir ein Limbo-Weltmeistertitel oder zumindest eine Olympia-Teilnahme in der Rhythmischen Sportgymnastik zu sein. Unglenk unbewegliches Fußvolk wie meiner einer gewinnen höchstens im Fluchen.

Noch origineller wird die Aufgabe jedoch, wenn die bisher eingeschraubten Glühlampen ihre innere Kohäsion verloren haben und ein Drehen an der Leuchte bewirkt, dass man nach einer Sekunde das Glas der Leuchte in der Hand hält, während das metallene Gewinde noch fest verankert in der Halterung steckt. Stichwort „Fassungslosigkeit“ also, sowohl bei der Leuchte als auch bei mir. Der Vorgang, das Gewinde mittels Zange aus der Fassung zu drehen, lässt sich vorsichtig mit „der absolut letzte Scheiß hier wieder!“ umschreiben. Ich bin ehrlich gesagt selbst überrascht, dass es am Ende sogar geklappt hat. Bei beiden Leuchten. Nun verrichten sparsame LEDs ihre Aufgabe, beworben mit einer Lebensdauer von 25000 Stunden. Dies würde ein abermaliges Wechseln zur vermutlichen Lebenszeit der Küche (und vermutlich auch meiner) unnötig machen. Hoffen wir das Beste !

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Kleine Momente der Großartigkeit

Wollte gerade ein Hemd auf einen Stuhl werfen, es flog zu weit und blieb so am Schlüssel des Kleiderschranks hängen, als ob ich es absichtlich dort deponiert hätte. Fühle mich gerade ein klein wenig wie James Bond

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#Unhappy

Was man so sieht, wenn der Hund einen vom Weg wegzieht. Kleiner Sticker im Dreck, nicht sehr glücklich über seine Lage.