Alle Artikel veröffentlicht in ‘Hündchen

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Living in a Box

„Dich würdige ich keines Blickes mehr. Blöde Box!“

Heute vor zwei Jahren begab sich das kleine Wuschelpaket oben links auf große Reise, landete am Köln/Bonner Flughafen und mitten in meinem Herzen. Zu der Transportbox, in der er die Reise antrat, hat er, wie auf dem Foto wunderbar ersichtlich, seitdem ein absolutes Null-Verhältnis. Nachdem ich die Box hier im Haus auf den Boden setzte und die kleine Tür öffnete, krabbelte er heraus, pullerte gleich mal auf den Teppich und würdigte sie danach keines Blickes mehr. Ich nahm an, dass er die Box mit seiner spanischen Kuscheldecke zu Beginn vielleicht als sicheren Rückzugsraum betrachten würde, in ihr würde schlafen wollen. Denkste.

Natürlich Denkste. Wenn er hätte reden können, hätte er mir vermutlich sämtlichen Verstand abgesprochen: „Die hellste Leuchte bist du nicht, oder ? Die sperren mich auf Gran Canaria in so eine kleine Kiste, verladen mich in eine wesentlich größere, fliegende Kiste, in der es besonders laut und besonders kalt ist, holen mich wieder raus, leiten mich über ratternde Bänder, ein Kerl hebt mich auf ein rollendes Brett, legt seine Tasche oben auf meine Kiste, dann kommst du und rollst mich zu einer fahrenden Kiste, in der ich eine Stunde lang in meiner kleinen Kiste verängstigt in der Ecke liege, nicht wissend wo, wann und bei wem ich gerade bin, bevor ich durch die Gegend getragen werde und sich dann endlich die Tür öffnet. Und jetzt kommst du und meinst, ich würde da nochmal freiwillig rein. Ihr Menschen habt echt nen schrägen Humor.“ Jetzt wo du’s sagst…

Zwei Jahre stand die Transportbox unberührt im Keller, Zeit sie an Menschen weiter zu geben, die für sie mehr Verwendung haben!

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Dropje voor dropje

Der kleine Nacho hat sich in den kalten Winterstürmen eine Bindehautentzündung zugezogen. Acht Tage Augentropfen hat der Onkel Doktor verschrieben. Das auf dem Tisch verführerisch wartende Belohnungs-Leckerli macht das Verabreichen leichter als ich dachte. Braver kleiner Trooper.

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#Spätsommer

Gut getarnt im frisch gemähten Feld genießt mein Kleiner den wunderbaren Spätsommer. 16°C, Sonnenschein, eine frische Brise…perfekt, so könnte ich es immer haben.

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Teamwork

Beim nachmittaglichen Spaziergang trafen Nacho und ich einen seiner Freunde (Flint) samt Frauchen auf einem der großen örtlichen ungenutzten Felder. Der andere Hund ist ganz jeck aufs Apportieren, was ich Nacho bisher noch nicht so recht beibringen konnte. Er räubert lieber Sachen und rennt damit fröhlich von dannen. Daraus entwickelte sich heute ein sehr lustiges Spielchen. Flint apportierte mit Begeisterung den geworfenen Ball, dann schaltete sich Nacho ein. Er schlich sich an, nahm den Ball und machte sich vom Acker. Der andere Hund trottete hinterher, gab Nacho zu verstehen, dass er den Ball gerne wieder hätte. Nacho war brav und ließ den Ball fallen, der andere Hund brachte ihn zurück zu uns. Ein tolles Team ! Einer rennt mit dem Ball weg, der andere bringt ihn wieder zurück. Perpetuum Mobile, die Hunde sind beschäftigt, Frauchen und Herrchen schauen vergnügt zu und müssen nicht mal mehr den Ball werfen oder zum Kommen animieren.

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Die kleinen Siege

Es gibt ein paar Rüden in unserem Revier, die Nacho wohl wörtlich nicht riechen kann oder mag. Kommen Sie ihm, während er an der Leine läuft, in die Quere, gibt er rein prophylaktisch schon mal Laut und Bescheid, dass er hier der Sheriff ist. Beim morgendlichen Spaziergang begegneten wir einem dieser Kandidaten. Nacho setzte sich, und begann zu nölen, als der Hund im Respektsabstand aber ihm doch zu nahe vorbei lief. Ich flüsterte ihm ein leises „ruuuuhig“ ins Ohr und hielt ihm ein ganz besonderes Leckerchen vor die Nase. Daraufhin verfolgte er den Weg des Hundes tatsächlich in aller Stille und freute sich nen kleinen Wolf, als er das Leckerchen als Belohnung ergatterte. Kleine Schritte.

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Gelegenheit schafft Diebe

Merke: Wenn dein Hund mit gesenktem Kopf und „Ich war’s nicht!“-Blick aus dem Garten kommt, dann war er’s (Leckerli-Tüte erfolgreich geklaut, zerrissen und Inhalt gemampft)

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Nachos Leiden, letzter Teil

Gestern Abend war es so weit, der kleine Nacho hatte die letzten Reste Blutkruste von seinem Säckchen geknabbert. Beim Blick auf das, was sich darunter an verschiedenen Farbtönen und Haut-Aggregatzuständen bot, drehte sich mir ein ganz klein wenig der Magen um. Folglich das Hündchen heute morgen ins Auto gepackt, um den Vet einen routinierten Blick darauf werfen zu lassen. Das Wartezimmer an einem Samstag Vormittag erwartbar voll, wir trotzdem unerwartbar schnell wieder draußen, da der nette Onkel Doktor sich beim Dienst vertreten ließ, in Zivil nach unten in seine Praxis kam und Nacho und mich an den eigentlich vor uns eingereihten Patienten vorbei in ein Seitenzimmer lotste. Dort erklärte er mir, dass Hündchens Säckchen zwar nicht hübsch, dies aber völlig in Ordnung sei. Keine Panik !

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Nachos Leiden, Tag 15

Theoretisch wären sie dann vorbei, die Leiden. Am späten Nachmittag ging es zum Onkel Doktor, auf dem Weg dahin eine weitere Bestätigung, dass Nacho die Hunde, die er vorher nicht mochte, jetzt scheinbar noch weniger mag. Ein bekanntes und nicht auf der Freundesliste stehendes Bulli-Pärchen bekam die volle Dröhnung seines „Meine Straßenseite“ Geknurre ab. Beim Vet der Albtraum, ein mit Hunden belegtes Wartezimmer. Gegenüber: ein freundlicher Labrador, Nacho trotzdem nicht in der Stimmung, neue Freunde zu machen. Leises Knurren. Die Mädels zu seiner linken mochte er schon eher. Im Behandlungszimmer war er ganz der Trooper, hilfeiche Hände hielten seine Pfötchen, ich seinen Kopf, so dass der Doc die Fäden knipsen konnte. Keinerlei Murren. Sehr brav. Wieder zuhause nahm ich ihm den Trichter von der Rübe und Nacho tat, was er in den letzten zwei Wochen nicht konnte: sich Kopf voran ins Sofa buddeln, die Ohren kraulen und anschließend mit dem Ikea-Stoffball in der Schnauze über den Rasen rennen.

So weit, so gut. Blöderweise entdeckte er nach dem Abendbrot das an seinem Säckchen klebende getrocknete Blut. „Das gehört da nicht hin!“, also schleckt er in einer Tour daran rum, vermutlich bis er den letzten Krümel entfernt hat. Das kann dauern.