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Es gibt so Tage…

Der Wagen muss zum TÜV, musste es eigentlich bereits vor Monaten, aber die Erinnerung daran war im letzten Jahr versandet. Mea culpa und so.  Um ein wenig über diesen Lapsus hinwegzuglänzen, stand eine kurze Fahrt durch die Waschstraße an. Dort strahlte ein neues Programm auf dem Menu, mit Polymer-irgendwas, besonderer Schutz gegen Streusalz angeblich. Klingt gut, nehmen wir mal. Gefühlte 30 Sekunden nach Verlassen der Wäscherei blinkt die Kontrollleuchte für den Dieselpartikelfilter im Display auf, mit der dringenden Bitte, das Boardbuch zu konsultieren. In der Vermutung, dass damit das Handbuch gemeint ist, blättere ich zuhause zu den entsprechenden Seiten, die im Index zu dem Thema aufgeführt sind. Das Ergebnis ist widersprüchlich betreffend der Anwendungshinweise. Möglichkeit 1: Ruß hat sich festgsetzt, einfach weiterfahren. Möglichkeit 2: Unterbodenschutz hat etwas verklebt, erhöhte Brandgefahr, nicht weiterfahren. „Ja watt denn nu ?“ Vielleicht weiß ein Fachmann Rat, also nochmal kurz ins Auto Richtung nächster Werkstatt, hoffend, dass mir die Kiste nicht unter dem Hintern wegfackelt. Kurz vor Erreichen des Ziels: Ein Blitz. Innerorts. Ein Blick auf das Display zeigt 47 km/h an, der langsame Wagen vor mir hätte auch nicht mehr zugelassen. „Was ist das eigentlich für ein bescheuerter Film, in den ich hier geraten bin?“. Auf das Ticket bin ich extremst gespannt.

Rat des Werkstattheinis war „Fahren’se weiter“. Hat er Recht mit gehabt, die Lampe ging nach 5 Minuten auf der Autobahn wieder aus. Der TÜV kann kommen, den Polymerkrempel nehme ich vorsichtshalber trotzdem von der Karte. Ist ja auch bald Frühling, ganz ohne Streusalz.