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Nachos Leiden, Tag 14

Drei volle Spaziergänge mit Nacho später und ich beobachte bislang keinerlei Veränderung in seinem Verhalten. Er markiert weiterhin an jedem zweiten Sträuchlein sein Revier, er knurrt weiterhin Rüden, die er nicht riechen kann, an und gibt ihnen zu verstehen, dass es nur einen Sheriff in dieser Stadt gibt. Was sich verändert hat: Er frisst wie ein Scheunendrescher. Bisher hatte er Abends auch mal keine Lust, etwas zu essen, wenn es ihm geschmacklich nicht genehm war („Trockenfutter ? Das da ? Ne, lass mal gut sein.“). Nun kann er gar nicht genug kriegen, führt kleine Tänzchen auf, mahnt zur Eile und schaufelt das eigentlich schon wegen „Mag er scheinbar nicht mehr“ aussortierte Trockenfutter in sich herein. Und verlangt nach einer nächsten Portion. Das wird ein Höllenkampf, ihn nicht völlig aus dem Leim gehen zu lassen. Außerdem: Nacho bellt nun in leicht erhöhter Stimmlage, klingt kleiner als er eigentlich ist. Allerdings gab er bisher noch kein Warnbellen von sich, lediglich seine heitere Aufforderung jetzt doch bitte alles stehen und liegen zu lassen, um mit ihm zu spielen. Hast ja Recht, Kleiner !