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Nachos Leiden, Tag 6

Nächster Morgen, nächster und (da ab morgen verurlaubt) vorerst letzter Besuch beim Vet. Nacho in durchaus fröhlicher Konstitution, setzte sich im Auto auf der Rückbank gar auf und schaute aus dem Fenster. Der Tierarzt heute mit Verstärkung und dem Angebot, da insgesamt acht Hände zur Verfügung standen, eine Unterbodenwäsche des Hundes durchzuführen. Herzlichst gerne, Vielen Dank…und mein ausdrückliches Bedauern für dabei einsetzenden Urinfluss. Anschließend gab es die bereits gestern verabreichte Kombispritze, Tabletten für die kommende Woche, den Ratschlag dem noch nicht gemachten großen Geschäft mit Milch den Garaus zu machen sowie den Hund zum Laufen zu bringen, indem ich ihn an einem unbekannten Ort platziere und mich entferne. Nacho fand diese Theorie ziemlich durchschaubar, als ich ihn zur Demonstration im Behandlungszimmer auf den Boden setzte, selbiges verließ und ihn rief, mir zu folgen, blieb er trotz Anfeuerung der noch im Zimmer befindlichen Personen in Bierruhe sitzen. Soviel dazu.

Wieder zu Hause pullerte der kleine zur allgemeinen Überraschung gleich nochmal, die Gelegenheit also das gerade praktizierte Säuberungsprogramm zu zweit anzuwenden. Der Hund im Schwitzkasten meines linken Arms, meine rechte Hand als Darth Vader Würgegriff um seinen Hals und die Hände der zweiten Person als Reinigungspersonal an seiner Unterseite. Begeisterung sieht anders aus, hört sich anders an, tat aber nichts zur Sache. Abschließend des Trichters Rand mit Leukoplast ein wenig geschmeidiger gestaltet. Der Rest des Tages bis zum Abend war Ruhe, weiterhin keine Lust, aufzustehen. Keine Lust, sich den Darm zu leeren. Morgen gibt es Milch, als wäre er ein kleines Kätzchen (ich weiß, die sollten auch keine bekommen).