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Nachos Leiden, Tag 7

Es ist vermutlich schwer vorstellbar, welche Freude ein kleiner Haufen Hundescheiße auslösen kann. Nach fast einer Woche hat Nacho heute Abend unter leichten Qualen endlich die Darmentleerung angestoßen. Großes Aufatmen meinerseits, die Milch macht’s eben doch ! Den ganzen Tag über hatte ich sein Wasser mit einem ordentlichen Schuss des weißen Zauberelixirs versetzt und durfte feststellen, dass der kleine ganz verrückt danach ist. Jeden Napf hat er bis auf den letzten Tropfen leer geschleckt und somit nebenbei seiner Verdauung den nötigen Tritt verpasst. Gut zu wissen, dass ihm im Falle von Verstopfungen so beizukommen ist.

Anders sieht der Fortschritt beim Laufen aus, der fiel wie an den vergangenen Tagen aus, trotz größt möglicher Anreize. Meine Brüder, die der kleine Kerl vergöttert und im Normalmodus nach der Ankunft mehrere Minuten mit Anlauf in Beschlag nimmt, kamen zu Besuch und blieben von ihm entfernt stehen. Das gefiel ihm gar nicht. Kommt halt her ! Ich würde, aber kann nicht ! Bei ihrer Abreise verließen wir alle das Haus und Nacho drehte fast durch, blieb sitzen und mauzelte herzzerreißend. Ein letzter Versuch, ihn an Geschirr und Leine zum Gehen zu bewegen, scheiterte nach zwei Schritten und lauten Quietschen. Noch eine Woche, bis die Fäden gezogen werden können. Ich vermute, einer derselben ist der querliegende und schmerzende Übeltäter.