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#ESC2015 – Teil 1: Moldawien, Armenien, Belgien, Niederlande

Werte Freunde der gepflegten Samstagabend-Unterhaltung, ihr müsst jetzt ganz stark sein. Die Erde hat schon wieder eine Runde um die Sonne zurückgelegt, der Eurovision Song Contest steht vor der Tür. In diesem Jahr streiten sich 40 Länder um die Nachfolge Österreichs, und das Ergebnis des letzten Jahres (Ballade vor Duett) färbt in diesem recht stark auf die Beiträge ab. Damit alle wissen, womit zu rechnen ist, schauen wir uns den bunten Blumenstrauß musikalischer Ideen ab heute täglich bis zum Finale an. Häppchenweise, natürlich.

MoldawienArmenienBelgienNiederlande

Eduard Romanyuta kommt aus der Ukraine und nahm dort bereits viermal am nationalen Vorentscheid teil, ohne Erfolg. Da die Ukraine in diesem Jahr aus nachvollziehbaren Gründen nicht in Wien am Start sein wird, machte Eduard im Nachbarland Moldawien mit und gewann. Somit repräsentiert er gewissermaßen gleich zwei Länder (oder drei, wenn wir spaßeshalber anfangen, die Beteiligungen irgendwelcher Schweden an den Komposition durchzuzählen). Zwei Chancen, seinen Song zu präsentieren, wird er jedoch vermutlich nicht bekommen…raus im Halbfinale.

Für Armenien tritt in diesem Jahr die zusammengewürfelte Truppe Genealogy an. Fünf Mitglieder aus fünf verschiedenen Kontinenten, alle jedoch mit armenischem Blut in ihren Adern. Das Liedgut soll eine Hymne über Frieden, Zusammenhalt und Liebe sein. Ein hehres Anliegen, stimmgewaltig vorgetragen. Mein Fall ist es trotzdem nicht.

Einer der ausgefallensten Beiträge des Jahrgangs kommt aus Belgien. Loïc Nottet gibt den Timberlake mit einem sehr minimalstisch, soulig-elektronisch angehauchten Song. Mutig ist’s, und auffallen wird die Nummer in jedem Fall, ob es allerdings jedermanns Fall ist ? Ich wäre sehr dafür, dass er auch im Finale auftreten darf.

Die Niederlande haben den Contest in den vergangen beiden Jahren zur Abwechslung einfach mal ernst genommen, sie haben renommierte Künstler entsandt und sind spontan mit den Plätzen 9 und 2 belohnt worden. So einfach kann das sein. In Wien versucht Trijntje Oosterhuis das Triple der Top 10 Platzierungen komplett zu machen. Der Song wurde von Anouk mitgeschrieben, herausgekommen ist eine etwas seichte, aber durchaus auch luftig leichte Sommernummer, die niemanden so richtig stören wird. Finale sollte gebucht sein.