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#ESC2015 – Teil 10: Zypern, Slowenien, Polen

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Es ist nicht ganz einfach, in diesem Jahr mit einer Ballade aus dem allgemeinen Balladen-Brei herausragen, John Karayiannis schafft dies jedoch mit der reduziertesten und vielleicht ehrlichsten des Contests. Eine Stimme, eine Gitarre, hinten heraus ein paar wenige Streicher, das reicht. Da kommt zumindest bei mir ein klein wenig die Erinnerung an Tom Dice oder die Common Linnets hoch, und deren Endplatzierungen konnten sich durchaus sehen lassen.

Immer wieder schön, wenn ein Song, der beim ESC antritt, im Grunde kein typischer Song für den Wettbewerb ist, sondern völlig problemlos in jedem Radiosender des Kontinents laufen könnte. Das slowenische Ehepaar Maraaya präsentiert mit „Here for you“ eine Melange aus Retro und Moderne, die ins Ohr geht und dem Wettbewerb äußerst gut zu Gesicht steht. Ich wünsche viel Erfolg!

In jedem anderen Jahr wäre diese, sich hinten heraus steigernde und durchaus ins Ohr gehende Ballade ein sehr hübscher Kontrapunkt im Contest gewesen, ich fürchte allerdings, dass „In the name of love“ von Monika Kuszyńska, aufgrund der erhöhten Downtempo-Dichte in Wien hinten runter kippen könnte. Das wäre recht schade, denn die Polen steigern sich im Vergleich zur Karnevalsnummer des Vorjahrs hier ganz erheblich.