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#ESC2015 – Teil 11: Frankreich, Großbritannien, Australien, Österreich

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Für Frankreich geht Lisa Angell mit „N’oubliez pas“ an den Start, einem Chanson allererster Güte, welches im Jahr 2015 jedoch ein wenig aus der Zeit getrudelt scheint. Ich habe persönlich arge Zweifel, dass sich besonders viele Zuschauer begeistern lassen werden, dafür anzurufen.

Hach ja, unsere Freunde aus dem fernen Britannien. Ich bin mir persönlich mittlerweile relativ sicher, dass das Vereinigte Königreich schlicht und ergreifend nicht gewinnen will, unter gar keinen Umständen. Anders lässt es sich nicht mehr erklären, dass ein Land, welches nun musikalisch zu den 3 bis 4 Großexporteuren der Welt gehört, Jahr für Jahr einen Müll zum ESC schickt, der an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist. „Still in love with you“ heißt ihr Dart in Richtung letzter Platz in Wien.

Der ESC wird 60, da lädt man sich gerne ein paar Freunde zum Feiern ein. Australien findet den Wettbewerb aus unerfindlichen Gründen so gut, dass sie in diesem Jubiläumsjahr mitmachen und mit Guy Sebastian durchaus einen Künstler aus dem oberen Regal nach Wien entsenden. „Tonight again“ ist all das, was man von einer ESC Mitsing-und-schunkel Hymne erwartet und dürfte, den Gästebonus eingerechnet, am Ende recht sicher in den Top 5 landen.

Österreich macht es anders als weiland Deutschland und schickt nicht erneut die letztjährige Gewinnerin in den Contest. „I am yours“ von den MakeMakes erinnert zunächst bedrohlich an „Easy“ von Faith No More, findet dann aber noch in eine eigene Spur und Note, die es so im Contest so nicht zu finden gibt. Stellt sich die Frage, ob dies eher gut oder schlecht ist.