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#ESC2015 – Teil 3: Mazedonien, Serbien, Ungarn

MazedonienSerbienUngarn

Weiter geht’s auf dem Balladen-Boulevard, nächste Adresse ist Mazedonien, für das der letztjährige Sieger des X Factor Adria, Daniel Kajmakoski antritt. Eine solide Punktebasis aus dem Balkan dürfte „Autumn leaves“ somit sicher sein. Persönlich finde ich den Song ganz unglaublich langweilig, es sind weitaus bessere Leisetreter am Start.

Serbien tut in diesem Jahr etwas, was es noch nicht nie getan hat: Es schickt einen Song, der nicht in der Landessprache daherkommt, sondern von Bojana Stamenov auf Englisch geschmettert wird. „Beauty never lies“ ist zunächst eine typische ESC Wohlfühl-Hymne, die hinten heraus dann plötzlich eine Identitätsstörung aller erster Kajüte durchlebt und den Euro-Trance auf die Bühne lasert. Ich gestehe ganz unumwunden, dass mich so etwas total packt und wünsche dem Song alles erdenklich Gute !

Ungarn hat sich den letzten Jahren zum vielleicht interessantesten, weil unberechenbarsten Teilnehmer entwickelt. Mal schicken sie ein kleines, zauberhaftes Märchen in Landessprache (ByeAlex im Jahr 2013), mal einen wunderbar kraftvollen Popsong wie im vergangenen Jahr. In Wien soll es nun Boggie richten, deren Ballade „Wars for nothing“ durch wohltuende Schlichtheit überzeugt. Ob sie, wie Nicole ihrerzeit, den Sieg davontragen wird ist eher fraglich, aber manchmal entwickelt ein Song aus dem Nichts heraus ein Eigenleben…