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#ESC2015 – Teil 4: Weißrussland, Russland, Dänemark

WeißrusslandRusslandDänemark

Weißrussland ist eines dieser Länder, bei denen man Jahr für Jahr hofft, dass sie nicht aus Versehen einen wirklich brauchbaren Song zum Contest schicken, mit dem sie dann am Ende sogar gewinnen. Der ESC in Minsk: braucht kein Mensch. Dieses Problem dürfte sich in diesem Jahr nicht stellen, Uzari & Maimuna geben sich dem Duett-Trend hin und präsentieren als Elf-Ohr und Geigerin einen brauchbaren, in Teilen ins Ohr gehenden Pop Song. Problem: die Teile, die nicht ins Ohr gehen. Insgesamt etwas unausgegoren, die Teilnahme am Finale sollte aber drin sein.

Russland ist eines dieser Länder, bei denen man neuerdings Jahr für Jahr hofft, dass sie keinen allzu brauchbaren Song zum Contest schicken, mit dem sie dann am Ende sogar gewinnen. Der ESC in Moskau: braucht momentan kein Mensch. Im letzten Jahr wurden die Tolmachevy Sisters teilweise ausgebuht, es reichte trotzdem zu einem guten siebten Platz. In Wien singt nun Polina Gagarina gegen die allgemeine Antipathie an, und auch wenn eine Zeile wie „Praying for peace and healing, I hope we can start again“ in einem russischen Beitrag des Jahres 2015 hart an der Zynismus-Grenze vorbeisegelt: Der Song ist perfekt durcharrangiert und dürfte sich am Ende mindestens unter den besten 10 wiederfinden.

Kein Duett, keine Ballade. Huch ! Für Dänemark gehen Anti Social Media an den Start und präsentieren sich dem Bandnamen gemäß hübsch retro. Der Song klingt ebenfalls wie einer anderen Zeit entsprungen. Mir geht er zwar ins Ohr, eignet sich als Mitklatscher, plätschert aber schlussendlich etwas zu langweilig vor sich hin und versandet dann nach der gefühlt 43sten Wiederholung des Refrains im Nichts. Kann, muss aber nicht ins Finale.