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#ESC2015 – Teil 5: Albanien, Rumänien, Georgien

AlbanienRumänienGeorgien

Lange keine Ballade mehr gehört. Albanien steht für starke Stimmen, starke Frauen. Dies ändert sich auch in Wien nicht, Elhaida Dani schmettert ihr „I’m alive“ mit allem, was sie hat. Sie gewann im Jahr 2013 im Nachbarland Italien die dortige Ausgabe von „The Voice“, hat also die Gabe auch auf fremden Terrain die Zuschauer für sich zu begeistern. Vielleicht hilft dies in Wien, mir ist der Song ehrlich gesagt ein wenig zu verschraubt.

Rumänien war in den vergangen Jahren eher für Schmissiges bekannt, in Wien werden Voltaj einen von nur zwei Beiträgen im ersten Semi präsentieren, der in Landessprache daher kommt. Das gibt immer Bonuspunkte von mir, ist allerdings schwierig, wenn der Song ein Botschaft hat. In diesem Fall geht es um die in Rumänien zurückgelassen Kinder, deren Eltern im Ausland Geld für eine bessere Zukunft verdienen. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, den Song schon mal gehört zu haben, von Third Eye Blind, den Goo Goo Dolls oder jeder anderen Kombo, die exakt so klingt.

Warum, lieber Kinder, singt man beim ESC auf Englisch ? Richtig, damit die Leute anderswo einen besser verstehen. Bringt natürlich alles wenig, wenn der Text so krude ist, dass er vor grammatikalischen Kuriositäten nur so strotzt und der Gesang phonetisch so problematisch, dass man nicht mal das Krude versteht. Dann doch bitte gleich in Landessprache.

Davon abgesehen ist (dieses) „Warrior“ eines meiner persönlichen Highlights des diesjährigen Contests. Voller Energie, starke Stimme und von Thomas G:Son, der schon Loreen 2012 zum Sieg schrieb und in diesem Jahr auch beim spanischen Beitrag seine Finger mit im Spiel hatte, perfekt arrangiert. Die Bühnenshow ist noch düsterer als das Video, das hilft nicht zwingend. Ich würde mich aber trotzdem über den Finaleinzug freuen.