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#ESC2015 – Teil 6: Litauen, Irland, San Marino, Montenegro

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Das zweite Halbfinale startet mit etwas völlig anderem, einem Duett ! Monika Linkyte & Vaidas präsentieren für Litauen das fröhlich poppige „This time“, das sich wie ich finde durchaus wohltuend vom Rest des schwermütigen Feldes absetzt. Einen Kuss gibt es als Kirsche obendrauf, Finalchancen absolut vorhanden.

Da ist sie, die nächste Ballade. Molly Sterling gehört mit ihren 17 Jahren zu den Küken des diesjährigen Contests, liefert mit Klavier und dunklem Timbre dennoch einen sehr erwachsenen Auftritt. Leider plätschert ihr Song „Playing with numbers“ nur so vor sich hin und endet im Vergessen, bevor man sich ihn merken konnte. Meiner Meinung nach keine Chance auf einen zweiten Auftritt am Samstag.

Da ist es, das nächste Duett. Und nicht irgendeines, denn zum einem sind Michele Perniola & Anita mit ihren jeweils 16 Jahren die Nesthäkchen des Jahrgangs, zum anderen handelt es hier um die deutsche Eiche unter den Beiträgen. Ralph Siegel und Bernd Meinunger (akaJohn O’Flynn) haben komponiert und getextet und schubsen uns somit virtuell zurück in die 80er Jahre. „Chain of light“ ist Schmalz pur, liegt schwer im Magen und wird deswegen nur im Halbfinale serviert werden.

Was ich toll finde: Wenn man Liedern beim ESC anhören kann, wo sie in etwa herkommen. Knez singt für Montenegro, dass im vergangen Jahr zum ersten Mal überhaupt das Finale erreichte, „Adio“ und ich wäre ganz unglaublich dafür, dass es sich hierbei nicht um das Abschiedswinken nach dem Halbfinale handelt. Einer meiner persönlichen Favoriten des Jahrgangs.