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#ESC2015 – Teil 7: Malta, Norwegen, Portugal, Tschechische Republik

MaltaNorwegenPortugalTschechische Republik

Ich wünschte, es wäre anders, aber es folgt: die nächste Ballade. Neben Georgien schickt auch Malta eine stimmgewaltige Frau zum ESC, die versuchen darf, sich mit einem Song namens „Warrior“ in das große Finale am Samstag zu singen. Ambers Kriegerin ist dabei eher die Disney-Variation, biedere Hausmannskost, wenig inspiriert und dennoch nicht chancenlos.

In der Tat, die nächste Ballade. Und, in der Tat, das nächste Duett. Für Norwegen gehen Mørland & Debrah Scarlett an den Start und besingen einander, doch lieber die Finger von einem „Monster like me“ zu lassen. Ziemlich düster, aber sehr gut gesungen und irgendwie verzaubernd, das Ganze. Dürfte gute Chancen haben, das Halbfinale zu überstehen.

Portugal ist eines dieser notorisch erfolglosen Länder beim ESC, die hakt man im Grunde beim Halbfinale schon unter „chancenlos“ ab. Dies wird sich in Wien vermutlich nicht ändern, denn der Song, den Leonor Andrade mit viel Einsatz auf die Bühne zaubert ist, wie ich finde, ganz fürchterlich langweilig. Dies im Umfeld von so vielen Balladen sagen zu müssen, tut fast weh.

Noch erfolgloser als Portugal war die Tschechische Republik bei ihren bisherigen Auftritten. Drei Teilnahmen, dreimal das frühe Aus im Halbfinale, zuletzt 2009 gab es exakt gar keinen Punkt. Bitter. Aber: Von dort aus geht es nun wirklich nur noch nach oben. In Wien treten die nicht nur hierzulande als Frontfrau der Band Die Happy bekannte Marta Jandová zusammen mit Václav Noid Bárta an. Man erwartet: Härteres. Man erhält: die nächste Ballade, weichgespült. Chance vertan.