Artikelformat

#ESC2015 – Teil 8: Israel, Lettland, Aserbaidschan

IsraelLettlandAserbaidschan

Die Türkei macht nicht mit, Griechenland schickt eine schnöde Ballade. Da kommt Nadav Guedj für Israel aus der Tiefe des Raums und rettet den wartenden Zuschauer mit der alljährlichen, südländischen Tanzfolklore. Damit ist nach den ersten 30 Sekunden nicht zwingend zu rechnen, überhaupt changiert „Golden Boy“ lustig zwischen verschiedenen Musikstilen und schafft es trotzdem, ins Ohr zu gehen. Mir gefällt es mehr als ich eigentlich möchte.

Ich habe keine Ahnung, was die Letten sich dabei gedacht haben, einen so mutigen, mit Elektro und R’n’B Versatzstücken verzierten Song zum Contest zu schicken. Ich bin ihnen allerdings sehr sehr dankbar, dass sie es getan haben. „Love injected“ hat in der Theorie nichts, was ihn für das Finale des ESC qualifizieren würde. Das könnte die große Stärke von Aminata sein. Anrufen !

Genug der Pause, es wird Zeit für die nächste Ballade. Elnur Huseynov stand bereits bei der ersten Teilnahme Aserbaidschans als Teil eines himmlisch/teuflischen Duos auf der Bühne, sieben Jahre später versucht er es solo mit „Hour of the wolf“. Der Song klingt, wie eine schwedische Auftragsproduktion eben klingen soll: glatt, perfekt und gebucht für das große Finale am Samstag. Ein Tipp für ganz weit oben.