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#ESC2015 – Teil 9: Island, Schweden, Schweiz

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Island versucht es nach den grell-bunten Lehrern im vergangenen Jahr diesmal mit zuckersüßem Disney-Sound. „Unbroken“ findet dabei eine recht schöne Balance zwischen balladesquem Einschlag und sommerlichem Cabrio-Gefühl. Maria Olafs tut dabei ihr Bestes, um Emmelie de Forest als Elfenmädchen des Contests abzulösen. Das sollte für den Einzug ins Finale reichen.

Da ist er, der allgemein angenommene, große Favorit des Jahres. Schweden weicht sämtlichen Trends aus, Måns Zelmerlöw präsentiert einen hübsch modernen, ins Ohr gehenden Popsong. Da stört es vermutlich auch nicht weiter, dass die Chose in Zügen doch ziemlich danach klingt, als hätten die Schreiberlinge des Beitrags David Guettas „Lovers on the sun“ im Hinterkopf gehabt. „Heroes“ wird aus dem allgemein schwermütigen Einerlei herausstechen und ganz weit vorne landen.

Huch, Gitarren! Wenn auch nur im Hintergrund zart angedeutet, liefert Mélanie René für die Schweiz mit „Time to shine“ den vermutlich rockigsten Beitrag des Jahres (wenn wir uns die Finnen mal kurz rausdenken). Der Refrain ist stark, bleibt im Kopf, die späte Startnummer ist sicher auch kein Nachteil. Es gibt im zweiten Halbfinale nicht so fürchterlich viele Songs, denen ich das Weiterkommen mehr gönnen täte.