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#ESC2016 – Teil 4: Tschechien, Zypern, Österreich

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Wer auch immer in diesem Jahr für die Verteilung der Songs auf die beiden Halbfinals zuständig war, hat keinen besonders guten Job gemacht. Nicht nur, dass die Qualität des zweiten Semis ungleich höher ist, auch sind fast alle klassischen Balladen dort gelandet. Daraus könnte am Ende des Dienstags Tschechien Kapital schlagen, denn Gabriela Gunčíková trällert mit „I stand“ die ruhigste und angenehm unaufgeregteste Nummer des Abends. Bislang hat unser Nachbarland das Halbfinale noch nie überstanden, einfacher als in Stockholm wird’s nicht mehr!

…und Action! Zypern gibt uns in personae Minus One mit „Alter Ego“ was auf die Löffel, unter anderem den besten Refrain des ersten Halbfinals. Ich scheue mich ein wenig, das Rock zu nennen, denn letztlich ist es mehr Elektro-Pop mit eingesprenkeltem Gitarrensolo, aber was soll’s. Ganz sicher im Finale.

Der einzig komplett auf Französisch gesungene Beitrag des Jahrgangs kommt aus Österreich. Muss man auch erst mal drauf kommen. ZOË präsentiert uns mit „Loin d’ici“ ein Zuckerli, wie es süßer kaum sein könnte…samt Glasur und kleinen, bunt glitzernden Deko-Kügelchen. Das Ganze segelt äußerst hart an der Grenze zur Überdosis, funktioniert aber am Ende doch ganz gut. Muss nicht, könnte aber ins Finale.