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#ESC2016 – Teil 5: Estland, Aserbaidschan, Montenegro

EstlandAserbaidschanMontenegro

Den höchsten Coolness-Faktor bringt im ersten Halbfinale Estland auf die Bühne. Jüri Pootsmann schwelgt, wie schon der estnische Beitrag des letzten Jahres, in charmantem Retro. Da scheint ein Land seine Nische gefunden zu haben (siehe auch: Lettland). „Play“ entleiht hier und da ein wenig Bond, ist zwar meiner Meinung nach als Gesamtkunstwerk nicht völlig überzeugend…aber vermutlich lässig genug, um am Samstag nochmals aufgeführt zu werden.

Aserbaidschan war in den Jahren 2008 bis 2013 Dauergast in den Top 10 des Wettbewerbs. Nach dem Contest 2013 gab es leise Vorwürfe, dass diese Erfolgssträhne nicht ausschließlich mit lauteren Mitteln erreicht wurde. Es folgten mit den Plätzen 22 und 12 die schlechtesten Ergebnisse der Historie. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. In Stockholm wird es kein Wunder brauchen, um wieder weiter oben zu landen, „Miracle“ ist eine recht hübsche Uptempo-Ballade, die Samra vermutlich stimmgewaltig ins Mikro transportieren wird. Sicher im Finale, dort sicher in den Top 10.

Kommen wir zu einer der beiden Nummern, die sich im ersten Halbfinale um den letzten Platz bewirbt (siehe auch: San Marino). „The real thing“ heißt der Beitrag Montenegros, den die Truppe Highway auf die Bühne bringt. Nachdem im letzten Jahr Knez einer meiner persönlichen Favoriten war, ist dieses Getöse der tiefst mögliche Abstieg. Vielleicht nächstes Jahr dann wieder…