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#ESC2016 – Teil1: Finnland, Griechenland, Moldawien

Wer hat an der Uhr gedreht, ja es ist wirklich schon wieder so spät. Der Eurovision Song Contest steht in gut zwei Wochen auf dem Programm, veranstaltet in der europäischen Pop-Metropolregion Schweden. In den nächsten 14 Tagen stehen sämtliche 42 Beiträge des Jahrgangs in homöopatischer Dosierung zur Verabreichung parat. Streng chronologisch beginnen wir mit den Teilnehmern des ersten Halbfinals, welches recht spannend werden dürfte. Hauptsächlich, weil das Niveau wirklich ganz unglaublich überschaubar und deswegen alles möglich ist.

FinnlandGriechenlandMoldawien

Weil’s textlich so gut passt, darf Sandhja mit „Sing it away“ für Finnland den Reigen der musikalischen Europatour eröffnen. Hübscher Gute-Laune Pop, dessen Refrain auch gut und gerne von Stefan Raab sein könnte. Tut niemandem weh und das will im ersten Halbfinale schon etwas heißen. Mir persönlich fallen durchaus acht Songs, die ich weniger gerne im Finale sehen würde, könnte am Ende knapp reichen.

Nachdem Griechenland im vergangenen Jahr eine 08/15 Schmonzette ins Rennen geschickt hat und damit zwar ins Finale, dort aber nicht recht weit gekommen ist, greifen sie in Stockholm ganz tief in die Folklore-Kiste. Wenn es im „Utopian Land“ allerdings musikalisch so zugeht, wie die Band Argo demonstriert, verzichte ich gerne auf den Einzug. Bonuspunkte zwar für den Mut, dieses völlig quer liegende Machwerk auf Europa loszulassen, es droht trotzdem das erste Aus für Hellas in einem Halbfinale.

Ungleich massenkompatibler geht es auf Startplatz 3 zu, Linda Isac präsentiert für Moldawien mit „Falling Stars“ einen mit schwedischer Unterstützung gebastelten Pop-Dance Song, der im Vergleich zur Konkurrenz geradezu geschmeidig meine Gehörgänge entlang segelt. Komponist Gabriel Alares war bereits für die russischen Beiträge der Jahre 2013 und 2015 mitverantwortlich, die auf den Plätzen 5 bzw. 2 landeten. Es gibt schlechtere Voraussetzungen für einen Finaleinzug.