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Spieletagebuch: Hex Hex

Geralt of Rivia, nebst Pferden.

Seit der Veröffentlichung wartet The Witcher 3 – Wild Hunt auf meiner PS4 darauf, gespielt zu werden. Vor meiner Rückkehr zu Destiny hatte ich es ganz kurz angespielt, heute dann endlich ein paar angebrochene Stunden investiert, die sich allerdings etwas holprig gestalteten. Schon beim Vorgänger hatte ich einige Zeit gebraucht, um mit dem Spiel richtig warm zu werden, schlussendlich hatte es mich aber doch richtig überzeugt. Dem stehen momentan noch einige unschöne Wackler, die sich durch die Qualitätskontrolle gemogelt haben im Weg. Zunächst ein Quest, an dessen Ende die Figuren vor komplett schwarzem Hintergrund agierten, die Hälfte des Dialogs verschwand ungehört im Nichts. Nächster Quest, nächstes Problem: Ein nicht enden wollender Lade-Bildschirm, der sich nur rabiat durch Beenden des kompletten Spiels beheben ließ. Glücklicherweise lag der zuletzt gespeicherte Spielstand nicht zu weit zurück. Exakt dasselbe Problem später und an anderer Stelle.

Es scheint sich wirklich leider mehr und mehr zu verfestigen, dass man insbesondere die großen Titel nicht mehr zur Veröffentlichung kaufen und spielen und diesen lieber mindestens ein halbes Jahr an Patches angedeihen lassen sollte. Der Trend zu „immer größer, immer mehr“ endet offensichtlich in kaum mehr zu beherrschendem Code, in dem Fehler links und rechts des Wegesrand zur Normalität werden. Schade, das. Ich finde, dass die Entwickler die Projekte ihren Möglichkeiten anpassen sollten, anstatt unbedingt mit der möglichen Anzahl an Stunden, die man in ihr Spiel investieren kann, zu prahlen. Wie immer wieder zu lesen ist, beenden die Menschen vor den Konsolen oder PCs angefangene Spiele immer weniger, da ist ein überbordendes und vielleicht auch deswegen an Bugs und Glitches reiches Spiel ohnehin kontraproduktiv. Lieber habe ich nur die Hälfte der Quests in einer kleineren Spielwelt mit einer überschaubaren und vor allem zu bewältigenden Anzahl an zu investierenden Stunden.