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Er läuft !

Ein langer Tag des Bastelns. Bereits gestern trudelte der von mir auf ebay ersteigerte Riegel RAM (8 GB Crucial) in den Briefkasten, die ebenfalls seit Freitag in der Packstation wartenden Pakete von Amazon mit Netzteil (be quiet! Pure Power 400W) und Motherboard (Asus H97-Plus) wurden beim morgentlichen Brötchen/Leckerli-für-Nacho Shopping eingeholt. Es folgte der nette Bote von DHL mit Prozessor (Intel i5-4460), CPU-Kühler (Alpenföhn Brocken Eco) und Grafikkarte (Zotac GTX 960 Amp!). Fehlte nurmehr das Gehäuse (Fractal Design Define R4), Hermes kündigte das Paket zwischen 11:00 und 15:00 an.

Zeit genug, um schon mal die CPU in das Board zu versenken, die Wärmeleitpaste fein darauf zu verteilen und den Kühler zu montieren. Wie üblich gestaltete sich letzteres etwas unübersichtlich. Der Kühlkörper selber, kein Problem…aber wie zur Hölle arretiere ich den Lüfter mit diesen komischen Metallspangen ? Ich habe bei sowas zwei oder noch mehr linke Hände, zu meiner großen Erleichterung hat ein Däne ein Video seiner Bastelaktion zu YouTube hochgeschossen. Angesehen, kurzer Facepalm für die eigene Blödheit und…passt !

Gut soweit. Gehäuse ? Es wurde 15:00, es wurde später, gegen 17:00 vermutete ich den Hermes-Wagen von der Hitzwelle erschlagen mit qualmenden Kühler auf irgendeinem Seitenstreifen. Abendessen, Gassirunde mit dem Hunde. Um 21:15 das Geräusch eines Transporters vor der Auffahrt und tatsächlich: Das isser ja, doch kein Warten bis Montag. Innerhalb der nächsten Stunde die Innereien fest im Gehäuse verschraubt, Kabel hübsch verlegt. Fertig ? Fertig ! Es folgte der spannende und feierliche Moment, meine Damen und Herren: das erste Einschalten…here goes nothing. Große und erstaunte Freude folgte, denn: der Neue sprang sofort an und fuhr das auf der SSD vorhande Linux Mint 17.1 klaglos und in Rekordzeit hoch. So läuft also ein moderner Rechner, beeindruckend!

Wo schon alles so wunderbar läuft, könnte ich eigentlich auch noch kurz die SSD platt machen und Windows 8.1 aufspielen ? Klar doch ! Meine Versuche, das Bios zu überreden, es von einem USB-Stick zu installieren, gingen jedoch alle schief. Merkwürdigerweise erkannte er Linux Mint 17.2 auf einem anderen USB-Stick problemlos. Hmm…aber: ich war vorbereitet und hatte auch eine DVD mit dem System parat. Es war eigentlich kein optisches Laufwerk für den neuen Rechner vorgesehen, aber „wat mutt dat mutt“. Wie schon die Bastelei gestaltete sich die Installation völligst reibungslos. Ich liebe es, wenn alles einfach klappt. So sollte es sein. Immer. Ohne Ausnahme.

Da ist er nun, der Neue. Unglaublich und wirklich kaum vernehmbar leise, selbst bei noch geöffnetem Seitenteil, schnell genug um auch mal ein HD Video auf YouTube ohne größeres Stottern abzuspielen und bereit als Unterhaltungsstation für das eine oder andere Spiel. Dazu kommen wir morgen.